Insomnia “on the road” – im Interview mit Reamonn
Insomnia war für euch „on the road“ live bei der “Coca-Cola Soundwave Discovery Tour” am 12. Mai in Berlin dabei. Dort traf sich unsere Redakteurin Nicole auf einen kleinen Plausch mit REAMONN-Drummer Gommez.
Das Interview, Infos und Hintergründe gibt’s hier:
Story
Das Jahr 2007 steht bei Coca-Cola ganz im Zeichen der Musik. Mit einem engagierten Nachwuchsförderungsprogramm werden Talente unterstützt. Seit Februar konnten junge Bands ihre besten Songs auf www.coke.de hochladen und sich präsentieren. Berlin war eine von 10 live Stationen der Coca-Cola Soundwave Discovery Tour in ganz Deutschland. Vom 9. bis zum 22. April konnten die User aus allen Einsendungen unter www.coke.de die Bands auswählen, die in der Kulturbrauerei Berlin gemeinsam mit dem Hauptact des Abends, Reamonn, spielen konnten.
Ausscheid
In der dritten Votingphase machten diese drei Bands das Rennen:„Better Than Bad“ aus Essen, „Fate“ aus Pforzheim und „Dropfish“ aus Dresden. Am 12. Mai entschied dann hier live das Publikum, welcher dieser drei auf dem Rock am Ring am Nürburg Ring gemeinsam mit anderen europäischen Newcomern und etablierten Stars auftreten wird. Gewonnen haben schließlich Fate aus Baden-Württemberg. Insgesamt waren ca. 1100 Besucher da.
Plattform
Bei fünf der besten Musik-Festivals (Rock Am Ring, Southside, Hurricane, MELT! und Highfield“) finden die Siegerbands der gesamten Tour eine nationale Plattform. Anschließend winken Auftritte in anderen europäischen Ländern und Features in deutschen und internationalen Podcasts sowie die Möglichkeit die eigene Musik über das extra ins Leben gerufene Label Red Zoo Media auf iTunes zu vermarkten.
Im Rahmen der “Coca-Cola Soundwave Discovery Tour” durften natürlich zum Abschluss die Profis noch mal zeigen, wie es funktioniert. Stargast des Abends in der Kulturbrauerei in Berlin: Reamonn. Unsere Redakteurin Nicole sprach im Vorab mit Drummer Gommez über ihr Tourleben und aktuelle Projekte:
Exclusiv – Interview
Was gibt es für Fans und welche die es noch werden wollen auf euren neuen Veröffentlichungen Live-CD/DVD namens „Wish live“ zu hören bzw. sehen?
Wir haben dieses Jahr unsere größte eigene Headliner-Tour gefahren. Das war für uns sehr überwältigend. Wir hatten eine supergeile Bühne, an der wir sehr lange gearbeitet haben. Die Licht- und Bühnentechniker hatten ein super Design erarbeitet und die Resonanz der Fans war riesig und begeistert, sowohl auf unserer Page, als auch in den Fan-Foren. Dort wurden immer mehr Stimmen lauter, das wir eine DVD machen müssten. Da wir aber erst zur letzten Tour eine Doppel DVD herausgebracht hatten, haben wir uns diesmal entschlossen einen Konzertfilm heraus zu bringen. Inhaltlich beschränkt dieser sich ausschließlich auf neue Songs, welche von Dokumentationsteilen unterbrochen werden. Man kann sich die Tracks natürlich auch ohne Unterbrechung anschauen und auf CD natürlich anhören. Der Preis dafür wird auch recht günstig sein.
Ihr seid ja sehr engagiert in punkto Fanbetreuung und das nicht nur auf der von euch betreuten Website und dem Fanforum REATEAM?
Ja. Gestern waren wir z.B. in Frankfurt zum Fantreffen und haben dort anderen Bands zugehört, die unsere Songs neu interpretiert oder nachgespielt haben. Das war sehr lustig und wir haben viel gelacht und getanzt. Die Leute schätzen das, wenn man sich auch auf solchen Veranstaltungen blicken lässt und das ist wohl das Mindeste was man den Fans schuldig ist. Du kannst noch so tolle Musik auf einem noch so tollen Label machen, du bist nichts ohne die Fans. Dessen sind wir uns bewusst und wir probieren so oft es geht uns dafür dankbar zu zeigen.
Wie gestaltet sich euer Tourleben? Gibt’s da auch mal Konflikte?
Also prinzipiell ist unser Terminplan ziemlich eng bestückt. Wir waren jetzt seit Januar vier Monate auf Tour mit anschließender kurzer Pause, die wir auch gebraucht haben. Im Tourleben ist man zwischen I-views, Konzerten und Flughafentrouble so eingespannt, das zum Feiern eigentlich kaum Zeit bleibt. Wir können also nicht gerade behaupten den „Sex, Drugs & Rock’n Roll“-Mythos zu leben. Klar. Wir sind 5 Typen mit einer riesigen Crew und wir verbringen mehr Zeit miteinander als mit unseren Familienmitgliedern. Streitigkeiten kann man da natürlich nicht ausschließen. Da aber alle gleich unruhig werden, wenn das mal der Fall ist, wird das auch schnellstens aus der Welt geschafft. In den letzten 10 Jahren sind wir alle eine große Familie geworden, so das wir dieses Problem daher recht selten haben.
Wie meistert ihr euer Familienleben? Schließlich seid ihr auch schon Väter.
Wir sind natürlich bemüht immer alles unter einen Hut zu bringen. Dabei erhalten wir gerade von unseren Familien enorme Unterstützung. Wenn es die zeit und die Entfernung zulassen sind natürlich alle dabei. Auch die Kinder, die ja jetzt schon ein bisschen größer sind ;).
Ich denke, wenn beide Seiten daran arbeiten, kann man auch einen Kompromiss finden der alle glücklich macht.
Wo und wie habt ihr euch denn eigentlich zusammen gefunden?
Wir sind alle aus Süddeutschland, außer Rea. Der kommt aus Südirland.
Getroffen haben wir uns alle mal in Freiburg. Dort hatten wir eine Männer-WG in der alles um Musik …und die üblichen anderen Sachen ging ;). Das war schon sehr witzig.
Wir wussten ja nicht wo wir als Band mal landen würden. Für uns war aber klar, wir wollen davon leben können und wenn mehr dabei herum kommt, geben wir davon natürlich was zurück. Also haben wir nach dem ersten großen Erfolg gleich die Stiftung gegründet. Wir veranstalten seit dem immer wieder mal Benefizkonzerte deren Einnahmen komplett in die Stiftung fließen. Das letzte Event dieser Art war das „Live & Swinging“-Konzert. Des weiteren geht ein gewisser Prozentsatz vom Erlös aus den CD-Verkäufen direkt in viele kleinere Projekte, wie z.B. die Unterstützung eines Kinderkrebskrankenhauses in Russland, den Verein „Dunkelziffer“ usw. Vorwiegend dreht sich unser Engagement um Kinder, da wir alle sagen: „Kinder sind unsere Zukunft!“
Ihr habt bereits mit den verschiedensten Künstlern zusammen gearbeitet. U.a. mit Jam & Spoon , Xavier Naidoo, In Extremo oder Nelly Furtado. Wie kommt man denn zu verschiedenartigen Kooperationen?
Also jeder von uns hat ja einen anderen musikalischen Backround und mag andere Musiker.
Da wir alle gemeinsam über die zahlreichen Künstleranfragen beraten, kommen dabei natürlich auch recht unterschiedliche musikalische Zusammenarbeiten heraus. Andere Projekte entstehen eher zufällig. Beim „Rock am Ring“ Festival outete sich Nelly Fourtado z.B. als großer Fan von unserem Stück „Supergirl“ und sang es spontan bei uns auf der Bühne mit, worauf Rea bei ihrem Konzert auch mal mitsang. Beide gaben ein super Duett ab, so das Nelly jetzt gleich mal mitgetourt ist. Kurz gesagt, wenn’s gut läuft, dann funktioniert’s. Man muss nur die Arbeit des anderen respektieren.
Zukunft? Projekte?
Also nach unserer letzten Europa Tour kommen jetzt noch ganz viele Festivals auf denen wir spielen und danach wollen wir unser 6. Album produzieren und mal wieder ein paar neue Songs schreiben. Dann dürfte das Jahr auch schon wieder vorbei sein. Langfristig kann man sagen, das wir das, was wir machen lieben und natürlich solange wie möglich unserer Liebe treu bleiben wollen! Wenn uns die Kreativität also nicht eines Tages verlässt und wir immer noch Spaß an der Sache haben, wird es also auch noch REAMANN geben.;)
Mehr Infos unter: www.reamonn.com
Schlagworte zu diesem Beitrag:Coca Cola, Interview, Musik, Raemonn, Soundwave






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