10 Jahre Euphonic
Man kann es in diesen schwierigen Zeiten nicht oft genug betonen: Wenn sich jemand über zehn Jahre im Musik-Bizz behauptet, ist das eine reife Leistung und aller Ehren wert. Das gilt gleichermaßen für DJs, Musiker und Produzenten, wie für Clubs und Plattenlabels. Das Duo KYAU & ALBERT ist in beiden Bereichen erfolgreich.
Das Label aus Löbau
Sowohl als Produzenten und DJs als auch als Labelbetreiber haben sich Ralph Kyau und Steven Moebius Albert in der vergangenen Dekade durchgesetzt und wer hätte gedacht, dass sich mit ihrem Label Euphonic ausgerechnet in Löbau eine international geachtete Sound-Schmiede entwickeln konnte – normalerweise kennt man von europäischen Großstädten wie London, Amsterdam oder Berlin. Den gemeinsamen Gig bei der diesjährigen Mayday in Dortmund sehen beide als Krönung ihrer Karriere an. Als DJ-Team haben sie mittlerweile in allen Teilen der Welt aufgelegt. Die treue Fanbase haben sie sich nicht zuletzt mit den zwei weltweit lizenzierten Künstleralben „Here We Are Now“ und „Worldvibe“ erarbeitet.
Im Vordergrund: der Künstler
Aber ihr Label hätte es nie ohne die Mithilfe des selbst aufgebauten Künstlerstamms so weit gebracht. Der Zusammenhalt und die rege Kommunikation aller am Label beteiligten ist die Grundlage dafür, dass sich Euphonic professionell präsentieren kann. Schließlich war es von Anfang an das erklärte Ziel von Ralph und Moebius erfolgversprechende Produzenten um das Label aufzubauen. Im Vordergrund steht kein spezifischer Label-Sound, sondern der jeweilige Künstler und dessen individueller Musikgeschmack. Daher lässt sich Euphonic nicht auf einen Sound allein festlegen. Die visionäre Aufbauarbeit zahlte sich aus, denn die Tracks ihrer Künstler finden sich auf den Playlisten und in den Plattentaschen von Global Playern wie PAUL VAN DYK, PAUL OAKENFOLD, TIESTO, FERRY CORSTEN, oder dem UK-Trio ABOVE & BEYOND, das auf Langzeitbasis an das Label zur Verwertung in Deutschland gebunden werden konnte. Zu den Signings der ersten Stunde zählt beispielsweise der Nieskyer SONOROUS, der eigentlich nur für ein Praktikum anklopfte. In der Folge entwarf das Multitalent das markante Label-Logo, produzierte mit „Glass Garden“ den ersten großen Clubhit und schleifte gleich noch seinen DJ-Kollegen RONSKI SPEED ins kleine Euphonic-Studio, der seitdem das Label mit seinen Remixen und Eigenproduktionen nicht weniger bereichert. Im ersten Jahr stieß auch der Bautzner MIRCO DE GOVIA hinzu, dem dann 2001 mit dem Track „Epic Monolith“ der nächste große Streich und gleichzeitig ein Einstieg in die UK-Single-Charts gelang. Die folgenden zwei Jahre brachten eine Reihe international beachteter Club-Hits und im Sommer 2003 unterzeichnete Euphonic einen CD-Vertriebsdeal mit Sony Music, der ihnen exzellente Vertriebsmöglichkeiten aber auch kreative Unabhängigkeit garantierte. Das erste Produkt über Sony Music war das zwischen Ambient, Trance und klassischem Electronic-Sound liegende Album „Chronoscale“ von MIRCO DE GOVIA und die bis heute wohl erfolgreichste ARMIN VAN BUUREN Single „Burned With Desire“. Im für Euphonic megaerfolgreichen Jahr 2004 wurde die Serie der monatlichen Label-Partys in Berlin gestartet und eine weitere Reihe bedeutender Platten auf die Clubber losgelassen. Mit den neuen Signings SEBASTIAN SAND aus Polen und dem Görlitzer Duo STONEFACE & TERMINAL, die bereits für etliche DJs und Acts produziert hatten, brachte das Jahr 2005 frischen Wind in die Künstlerriege. Wichtige Veröffentlichungen kamen mit der rebellischen Single „Guarana“ von MARC MARBERG hinzu, und „Incognition“, eine Gemeinschaftsproduktion von RONSKI SPEED mit STONEFACE & TERMINAL, brachte den Club-Überflieger des Jahres.
Positive Zukunft
Nach einer ganzen Dekade voller schöner Erinnerungen sowie nationaler und internationaler Erfolge schaut Euphonic auch 2007 sehr positiv in die Zukunft. Neue Produktionen und Künstleralben sowie natürlich die gemixte Doppel-CD „10 Years Euphonic“ stehen bereits in den Startlöchern. Eine weltweite Labeltour startet im Mai in Helsinki.
Schlagworte zu diesem Beitrag:Euphonic, Musik, People






[...] (London) // ATB (Bochum) // Moguai (Ruhr-Area) // Westbam (Berlin) // Matt Hardwick (Sheffield) // Kyau&Albert (Löbau) // Dave 202 [...]