MosqutioMusic Showcase
Das MosquitoMusic Showcase steht für die neue Veranstaltungsreihe der Leipziger Bookingagentur MOSQUITOMUSIC. Die erste Party wird am 20. Oktober 2007 im frisch umgebauten Club 41° in Görlitz (ehemals „Arena“) steigen. Für eine kleine Agentur genau die richtige Kulisse, um der Heimat von nun an regelmäßig einen Teil des eigenen Künstler-Repertoires zu präsentieren. Die sind ja mittlerweile in ganz Deutschland verstreut und so wird es immer einen bunten Mix aus bekannten und neuen Gesichtern geben. Insgesamt steht die Reihe für Klasse statt Masse und das freut! Für 2008 sind zunächst vier weitere Veranstaltungen geplant.
Zu den Hauptdarstellern der Oktobersause zählt der DJ Sierra von der legendären Muna in Bad Klosterlausnitz. Er wird uns ein Stückchen thüringische Elektro-Tech-House-Kultur aus seinen Plattenkoffern präsentieren. Doch zuvor plauderte er mit uns ein bisschen aus dem Nähkästchen:

Sierra, beschreib dich mal selbst mit wenigen Worten!
Ich würde mich als relaxten Typen beschreiben. Ich bin sehr gern unauffällig.
Du bist ja bekannt als Resident in der legendären Muna in Bad Klosterlausnitz – wie bist du denn dazu gekommen?
Dazu muss ich erstmal sagen: Lange vor meiner Muna-Zeit war ich eher dem Hip Hop auf der Spur. Aber irgendwann habe ich dann mein Faible für elektronischen Sound entdeckt. Im Winter 1994 gab es in der Muna die erste Veranstaltung, die eigentlich nur als einmalige Sache geplant war. Dann ging es aber doch weiter und ich habe in der Zeit in dem Club als „helping hand“ gearbeitet. Und etwa zwei Jahre später bin ich dann Resident geworden.
Darüber hinaus bist du Produzent und Mitarbeiter des Labels “Anny-Jack“ aus Jena. Was bedeutet der Name und wie lange gibt es das Label schon?
Anny Jack Recordings gibt es jetzt seit ziemlich genau drei Jahren. Für den Namen sind die beiden Haustiere meines Kollegen Chris verantwortlich. Anny heißt seine Katze, Jack sein Hund. Und die beiden haben wir dann auch gleich mal in unserem Logo verarbeitet.
Ist es schwer, sich auf dem Markt zu behaupten?
Auf jeden Fall. Jeden Tag gibt es ein neues Plattenlabel und sehr viele bieten wirklich guten Sound. Das macht die ganze Sache sehr unübersichtlich und am Ende ist es sehr schwierig, da noch durchzublicken. Die Musik allein reicht auch meistens nicht mehr aus, um etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.
Und was hältst du von dem Trend der MP3-Label?
Da bin ich wirklich sehr skeptisch. Meiner Meinung nach killen MP3-Labels das Vinyl. Deshalb releasen wir alles auf Platte.
Apropos Platte: Du hast ja gerade deine Produktion “Mistah EP” releast. Was erwartet uns da?
Die Platte enthält drei Tracks. Auf der A – Seite hört man den eher deepen Technotrack „Natursekt“ im Original. Er ist mit seinen vielen Elementen sehr effektvoll und erschleicht sich den Weg ins Ohr. Mit demselben Namen gibt es auf dieser Seite den zweiten Track im Lopazz-Remix. Der hat eine sehr sauber verarbeitete Struktur mit hohem Widererkennungswert. Auf der B-Seite erstreckt sich dann der Track „Mistah. Das ist sehr dancefloororientierte Produktion. Sie animiert zur Bewegung, hat eine sehr schöne markante Melodie und ist für mich der Favorit auf der Platte.
Kommt die Platte auch international auf den Markt?
Ja, die „Mistah EP“ wird weltweit vertrieben. Sie wird unter anderem auch in Japan, England und Russland verkauft.
Vielen Dank und bis bald in Görlitz!
Line up
Locals: Libell, Jens Hansky, Evok,
Guests: Sierra (Muna Bad Klosterlausnitz)
Superbooze (040 Recordings Hamburg)
Date: 20.10.07
Start: 23.00 Uhr
Location: Club 41° (ehemals Arena) Görlitz
Web: www.mosquitomusic.de
Schlagworte zu diesem Beitrag:DJ, Görlitz, MosquitoMusic, Musik, Special






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