Torsten Schneider
Die Fotos nach der Party gehören mittlerweile genauso zum erfolgreichen Wochenende wie die Musik, die Werbung und natürlich die Gäste. Wir möchten Euch in dieser Ausgabe einen der dienstältesten und wohl auch bekanntesten „Snapscouts” vorstellen, den die Lausitz zu bieten hat. Sein bürgerlicher Name ist Torsten Schneider, aber viele kennen ihn wohl eher unter seinem Synonym: Matador. Der 23jährige ist eigentlich gelernter Koch, aber durch seine Leidenschaft zur (digitalen) Fotografie hat sich sein Leben weiterentwickelt und ein Stück dadurch auch die Lausitz mit den zahlreichen Fotos auf den verschiedensten Veranstaltungen der Region – für uns eindeutig ein People der Lausitz!
Hallo Torsten, du bist ja nun schon seit längerer Zeit als Fotograf unterwegs. Wie bist du denn überhaupt dazu gekommen?
Mit der Partyfotografie hat 2003 alles mit einer kleinen kompakten Digitalkamera angefangen.
Ich weiß sogar noch genau das Datum, es war der 14.Juni, zum Opening des Diamonds Club in Bautzen. Eigentlich hatte ich die Cam damals nur dabei, weil eine Freundin Geburtstag hatte und ich ein paar Bilder von uns schießen wollte, aber irgendwie wollten viele andere auch fotografiert werden.
So habe ich dann meine Leidenschaft für das Fotografieren entdeckt.
Seitdem bin ich fast jedes Wochenende unterwegs und mache Aufnahmen auf verschiedensten Veranstaltungen. Dazu zählen Diskotheken, Szeneveranstaltungen bis hin zu großen OpenAir-Festivals.
Die Ergebnisse dessen wurden früher auf den verschiedensten Partyportalen veröffentlicht. Mittlerweile habe ich jedoch mit Snapscouts.de einen festen Anlaufpunkt gefunden, um meine Fotos jedem Interessierten zugänglich zu machen.
Die Partyszene der Lausitz ist allerdings seit einiger Zeit nicht mehr das einzige Motiv für meine Fotos. Seit etwas mehr als einem Jahr beschäftige ich mich auch mit Shootings für einzelne Personen. Das geht beim einfachen Prtrait los und kann auch mal in einem Aktshooting enden. *g*
Du machst aber nicht nur Partyfotos, sondern bist auch in anderen Bereichen aktiv. Verrate uns doch mal, wo du überall deine Finger im Spiel hast.
Um meine Fotos noch einzigartiger darzustellen, habe ich mich viel mit Grafikdesign beschäftigt. Damit kann ich immer noch das gewisse Extra aus den Bildern kitzeln. Aus dieser neu entdeckten Leidenschaft entstand dann quasi mein zweites Beschäftigungsfeld: die Gestaltung von Digital- und Printmedien. Dabei geht es hauptsächlich um die Erstellung von Flyern und Plakaten für verschiedene Veranstaltungen.
Gibt es ein Erlebnis bei deinen ganzen Aktivitäten, dass sich ganz besonders tief in dein Gedächtnis eingeprägt hat?
Dieses eine Erlebnis gibt es eigentlich nicht. Am schönsten sind für mich immer größere Festivals, wobei ich da besonders das SonneMondSterne hervorheben möchte. Sehr schön war auch mein Aufenthalt in Barcelona, als ich auf der größten Mode- und Lifestylemesse, dem „Bread and Butter”, als Fotograf tätig war. Ansonsten freu ich mich immer auf die lokalen Veranstaltungen, wie z.B. im Diamonds, Kesselhaus, oder auf die Partys der Vegastars. Ich möchte aber auch nicht die Besuche in den Discotheken vergessen. Jeder Abend ist für sich immer etwas Besonderes.
Ich hebe auch alle meine Fotos auf, denn ich stöber gern ab und zu in alten Alben herum und schmunzle darüber, wie sich die Partygemeinschaft so entwickelt ;-).
Deine Webseite ist ja nun nach langer Anlaufphase auch online – erzähl uns mal ein wenig darüber…
Du hast Recht, der letzte Umbau hat wirklich lang gedauert. Das ist aber eigentlich einfach zu erklären. Jedes Mal, wenn ich ein neues Design fertig hatte, hat es mir nach wenigen Monaten nicht mehr richtig gefallen. Nach den letzten „Renovierungen” wurden meiner Kreativität aber immer mehr Grenzen gesetzt. Das jetzige Design hat mir ein guter Freund so aufbereitet, wie ich es wollte. Ich bin nun mehr als zufrieden damit und denke, dass sich daran in nächster Zeit im Grunde auch nichts mehr ändern wird. Es wird nun immer mehr Inhalt und einige Details hinzugefügt.
Was erwartet uns in Zukunft von dir?
Ich werde mich etwas von der Partyfotografie zurückziehen und mich mehr auf einzelne Shootings und das Gestalten von Printmedien konzentrieren. Die Ergebnisse werden demnächst auch auf meiner neuen Seite zu finden sein. Ansonsten kümmere ich mich derzeit viel um Dinge, die mir persönlich wichtig sind. Untertauchen werde ich aber nicht! Fotos auf Partys zu machen bedeutet mir viel, man lernt schließlich immer neue Leute kennen und man lernt immer etwas dazu, nicht nur in der Fotografie, sondern auch im Leben.
Demnächst arbeite ich verstärkt mit denn Crazy Dolls zusammen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Menschenmassen zum Jubeln und feiern zu bewegen.
Gibt es noch etwas, was du unbedingt loswerden willst?
Der „Zickenkrieg” unter den Geschmäckern von Musikrichtungen geht mir zur Zeit sehr auf die Nerven. Ich weiß nicht, warum sich Leute untereinander angiften müssen welcher Musikstil gut ist und welcher nicht. Das finde ich sehr schade, da ich Electro und Minimal genauso gern höre wie House. Jeder hat schließlich seine eigene Meinung und das ist auch ganz gut, so sonst wären wir ja alle gleich. Wäre das nicht langweilig? ;-)
*Fotografieren ist eine Kunstform und nicht nur ein auf-den-Auslöser-drücken ;-)*
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