10 Jahre Intensivcrew
Es gibt nichts Gutes außer man tut es! „Intensiv” mit Wir-Gefühl der Sonderklasse gehört die Intensivcrew Singwitz jetzt seit über 10 Jahren zur Prägungsmaschinerie der elektronischen Szene und Kultur in der Lausitz und weit darüber hinaus. Ein schönes Jubiläum, was die Truppe von rund 15 leidenschaftlichen Partymachern stolz machen kann! Schließlich haben sie es geschafft Gaumen und Ohren der feiernden Meute stets bei bester Laune zu halten und über die Jahre mehrere Partygenerationen zum gemeinsamen gepflegten Abtanzen und Feiern zu bewegen.
Ein Anlass für uns, mal hinter die Kulissen zu schauen, um mehr zu erfahren. Wir haben nachgefragt beim Intensivler Sandro alias Dusk. Er ist seit 1995 DJ, einer der Mitbegründer der Intensivcrew und konnte uns allerhand berichten. Lasst euch mitnehmen auf eine kleine illustre Zeitreise und wer die Truppe kennt, weis, was das bedeutet. Da würden zehn ereignisreiche und verrückte Jahre wohl ein Buch füllen, deshalb lest hier die wesentlichen Facts:
„Schöne Erinnerungen”
Sandro: Vor über zehn Jahren gab es am Wilthener Gymnasium eine Hand voll Schulkinder, welche absolut begeistert von elektronischer Musik waren. Die wurden immer schief angeschaut, weil sie so sonderbare Klamotten trugen, auf denen Underground Resistance, Mayday oder Rave drauf stand und am Wochenende haben sie sich nächtelang in muffigen Kellern mit zuckenden Funzeln und ohrenbetäubendem Krach herumgetrieben. Man scharrte Gleichgesinnte um sich und tarnte diese als so genannte Veranstaltungen, die 1996 / 1997 unter Namen wie »Broken Beats« im Basta Görlitz oder »Electric Dadafunk« im Steinhaus Bautzen stattfanden. Dazu gesellten sich Chill-Partys im Jugendclub Obergurig, wo man statt abzutanzen nur sitzt oder liegt. Bei den regelmäßigen Meetings saß man dann so beisammen und grübelte über einen Namen nach. Irgendwer hatte auch eine ganz tolle Kassette dabei, auf der Intensiv draufstand. So genau weiß das keiner mehr.
Seltsamerweise wurden es immer mehr, und als der Heiko dann 1998 einige Partys im Kesselhaus Singwitz machte, war der Grundstein für die Zentrale der Techno-Sekte quasi gelegt und damit so eine Art Vor-Lounge initiiert. Eine Zeit lang war dann Ruhe. Doch Im Ex-Domino in Zieschütz formierte sich die Gang Anfang 2000 neu und zelebrierte dort, sagen wir mal halblegal, unter dem Motto »Apocalypse Preview« den Weltuntergang. Die Welt ist dann aber nicht untergegangen und so musste es ja weitergehen. Umso verdorbener ging es mit zwei weiteren Sausen zur Sache. Alleine die Bezeichnungen »Local Orgasm« oder »Natural Amphetamin« zeigen, mit welcher hinterlistigen Ironie die Truppe am Werk war. Das hat der Presse, den Anwohnern und den Behörden gar nicht gefallen und so wurde dem Treiben in Zieschütz ein Ende gesetzt. Danke, denn es wurde Zeit, sich nach einer neuen Lokalität umzuschauen.
„Der Weg ist das Ziel”
Sandro: Im August 2000 startete die Intensivcrew unter dem Motto »Syle« im Kesselhaus in Singwitz und gleich danach kam die erste »Pleasure Unit«, die seit dem jedes Jahr im Dezember stattfindet. Nun nahm alles seinen Lauf und viele Partys wurden und werden heute noch gefeiert. Die Location liegt uns sehr am Herzen und wir verstehen uns mit den beiden Hausherren Andreas und Jinie sehr gut. Nun konnten wir uns frei entfalten und Jeder seine eigenen Fähigkeiten ausbauen und alles intensivieren, was einem so am Herzen liegt. Durch den Austausch mit Künstlern aus der Region und internationalen Stars der Szene kommen immer wieder neue Impulse, Ideen und Anregungen, die es umzusetzen gilt. Das ist jedes Mal wieder eine Herausforderung. Durch die Partys haben wir unzählige Menschen kennen gelernt, die uns ein Stück begleiteten. Dadurch haben sich Erinnerungen eingebrannt und schräge Geschichten zugetragen, die keiner von uns missen möchte.
„Highlights”
Sandro: Viele tolle DJs waren zu Gast, DJoker Daan, Rok, Sascha Funke und Cle von Märtini Brös, um nur einige aus den Anfangstagen zu nennen. Damals zelebrierten wir auch noch das Chillout, fluffig bestückt mit Matratzen, woraus sich dann neu-modern die Lounge entwickelte. Zu den absoluten Highlights zählt wohl die »Pleasure Unit 5« im Dezember 2005 mit Deichkind. Da brannte die Luft, halleluja! Die letzten Geschichten mit Marcel Dettmann und Daniel Stefanik waren auch sehr feine und spezielle Partys! Und während auf den oberen Floors eine ständige Entwicklung zu beobachten ist, so bewahren wir in unserem Keller noch den Techno nach alter Manier mit Blitzlicht und Gedonner. Die Deichkinder meinten bei ihrem Besuch, „so muss wohl die Hölle aussehen”. Na das ist doch mal was! Ok, wer es mag, mag es, wer nicht, der nicht. Doch ohne ihn, würde wohl etwas fehlen. Auch hier haben wir stets Leckerbissen kredenzt. Patrick Lindsey, Torsten Kanzler, Marky oder erst kürzlich Ivee Tech aus Serbien haben es hier gut krachen lassen.
„Der Motor”
Sandro: Antrieb ist immer was Produktives auf die Beine zu stellen und unsere Freizeit effektiv mit einer ordentlichen Portion Spaß zu gestalten und natürlich an andere weiterzu geben. Dazu holen wir die DJs und Acts ran, die wir selbst gut finden. Man entwickelt sich ja stets weiter. Wir haben es immer als Chance gesehen, was Neues präsentieren zu können. Es sollte immer anders sein, als das was einem sonst so geboten wird. Wir sind alle mit gewachsen, haben es nie übertrieben und uns nicht unter Druck setzen lassen. Dabei wurde nichts überstürzt und alles gut durchdacht, geplant und mit viel Liebe organisiert. Wir sind einfach eine dufte Truppe, der Zusammenhalt ist sehr groß. Schließlich gestalten wir nicht nur Partys sondern toben uns auch selber dabei aus. Hinzu kommt der Umstand, dass viele Mitstreiter über halb Europa verstreut sind und so die Partys und Lounges immer ein freudiges Wiedersehen sowie einen guten Anlass zum Feiern geben.
„Intensive Crew-Arbeit”

Sandro: Wir finden es super, dass wir uns so gut ergänzen. Bei der Organisation der Partys kann jeder das einbringen, was er am besten kann. Manche dekorieren, andere organisieren. Der eine kümmert sich um Layout, Internet, der andere um Deko, Booking, Presse und alles, was so anfällt. Paar Jungs betätigen sich als Schallplattenunterhalter. Einige denken über den Sinn des Lebens nach und bringen dies beim Tanzen zum Ausdruck. Ganz wichtig ist natürlich auch die Bar-Crew, die in regelmäßigen Abständen zur Freude der Gäste selbige zumeist recht ordentlich abfüllt. Es würde sicherlich den Rahmen sprengen, alle Mitglieder hier aufzuführen, aber ein fettes Danke geht an: Antonia, Roman, Falk, Grit, Tossi, Rocco, Kai, Chrissi, Mecke, Maschine, Alex, Carsten, Micha, Rene, Bastl und Raschi!
„Von uns für euch”
Sandro: Wer mit Veranstaltungen das große Geld verdienen will, soll dies gerne tun. Die Intensivcrew möchte, dass ein adäquater Sound auch von überregionalen Acts für einen korrekten Preis angeboten wird. Für gute lokale DJ’s und Newcomer bieten wir natürlich eine hervorragende Plattform, sich zu präsentieren. Die ganze Geschichte wird mit viel Liebe gemacht und es ist schön, wenn jedes Mal eine Horde feierwütiger lässiger Gleichgesinnter Menschen einfällt, ausgelassen tanzt, mit uns Spaß hat und mit einem Grinsen im Gesicht die Party verlässt. Sehen und Gesehen werden hat bei uns nichts zu suchen. Dass die Musik dabei zunehmend polarisiert, ist kein Zufall. Langweilig wäre es ja, wenn überall der gleiche Beat kommen würde, oder? Es ist auch nicht notwendig, sein Gehirn an der Kasse abzugeben. Wem das nicht gefällt, der geht bitte in die Diskothek.
„Wir bleiben troy”
Ja, das tun ‘se, die Intensivler, in guten, wie in schweren Tagen! Mit den Jahren muss natürlich auch für Partynachwuchs gesorgt werden und so sind bereits drei Intensiv-Babys dabei, sich prächtig zu entwickeln, um dann eines schönen Tages vielleicht das elektronische Erbe ihrer Eltern anzutreten. 10 Jahre and the beat goes on!
„Zukunftsmusik”
Fünf große Partys sind für das Jahr 2008 angesetzt, dazu kommen natürlich die Lounge-Abende jeden ersten Freitag im Monat. Die nächste Kesselhaus-Lounge steigt am 07. März mit den DJs Exec Bat und Klossi aka EmKey. Im April sind dann Dusk und Alec Trique an den Reglern, im Mai beglückt euch Wossy und Spit mit feiner Musike. Und nicht vergessen, »RESPECT THE RAUCHVERBOT«, was übrigens der feierlichen Stimmung zur ersten Nichtraucher-Lounge im Februar keinen Abbruch getan hat. Am 15. März wird zur nächsten großen Sause geladen. Unter dem Motto „Hexenkessel Deluks – Kochen mit der Intensivcrew”, wird sich auf den drei Floors wieder einiges zusammen brauen. Mehr Info gibt es unter www.insomnia-mag.com oder www.intensivcrew.de. Man munkelt bereits, dass zur nächsten Rutsche im Mai eine feurige Spanierin eingeflogen wird. Die DJ-Lady heißt Merchy Pop, kommt aus Barcelona und hat ganz bestimmt ‘ne Portion Sonne und schicken Sound im Gepäck. Viva la electronica musica!
„Da war noch was”
Sandro: Es gibt nichts Gutes außer man tut es, also nicht zu viel Energie mit unkonstruktiven Diskussionen über Electro, House, Minimal und überhaupt verplempern, schließlich sind wir zum Feiern und Tanzen hier und nicht um irrsinnige Talkrunden zu gestalten. Immer locker bleiben!
Mach doch einfach mit!
Wer Lust und Laune hat, sich bei der Intensiv-Familie kreativ oder mit helfender Hand einzubringen, der sollte nicht zögern. Sprecht die Jungs und Mädels einfach auf einer der Partys an oder schreibt ein Mail!
Wir bedanken uns bei Sandro für den Einblick in’s Intensivler-Leben und sagen Danke, das es euch gibt!
Diskutiert, votet oder macht einfach mit im Netz unter www.intensivcrew.de!

Hexenkessel Deluks
Heute: Kochen mit der Intensivcrew! Welche Zutaten werden für einen lecker Hexenkessel benötigt? Man nehme zunächst 12 illustre Schallplattenunterhalter, wahlweise auch Liveacts, und gebe sie in eine bereits vorgewärmte Lokalität. Der Küchenchef empfiehlt hierfür das Kesselhaus. Hinzu kommt eine beträchtliche Menge an bunten Funzeln und technischen Gerätschaften, die selbst den dunkelsten Keller schmackhaft machen. Das ganze wird abgerundet durch interessante Gäste. Die so entstehende Masse muss nun erstmal ordentlich vermischt und bei ca. 37 Grad Celsius in eigener Schwitze angesetzt werden. Nun wird mit dem imposanten Techno-Quirl eine ordentliche Portion Alkohol beigemengt. Dadurch kann der Teig zwar auf Dauer mürbe werden, dennoch ein Genuss für jung und alt. Richtig gekocht wird so am 15.03. ab 23.00 Uhr. Hierzu soll beachtet werden, dass der Kochvorgang mindestens 9 Stunden andauert. Das schmeckt lecker und macht nicht dick. Es servieren u. a. Meisterkoch B.lue sowie Dusk & Black Vel in Küchenschürzen. Siebenschläfer rührt eine Etage tiefer mit einem grossen Löffel in der Hand die Meute um. Dazu kredenzt Lamar live eine kalte Platte. Und damit der Abend auch wirklich deluks wird, erscheint Ironbase nach 7 Jahren Kesselhaus-Abstinenz. Zum Nachtisch gibt es einen Verdäuerli in der Lounge oder eine Wurst vor der Tür. Guten Appetit.
15.03.2008 23.00 Uhr
Kesselhaus Singwitz / Bautzen
NEU!!! Jetzt mit Kartenvorverkauf
oben:
B.lue (scepa.de dd)
Dusk & Black Vel (intensivcrew)
Frank Davis (beathouse bz)
Audio Sidekicks (tinitus-ag)
unten:
Siebenschläfer (ostcoderockerz.de magdeburg)
Lamar live! (rka headquarters dresden)
Ironbase (löbau)
Tec Thunder (base control löbau)
lounge:
ZeroInSomething live!
Mark Fabien (Savi Zi)
Monomood (tinitus-ag)
Rochee (intensivcrew)
Schlagworte zu diesem Beitrag:Intensivcrew, Kesselhaus, Musik, People, Singwitz






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