Guitar Hero 3 – Perfektes Rockstar-Training
Neuer Teil für PC und Konsolen
Die Guitar-Hero-Reihe ist zwar gerade mal zwei Jahre alt, zählt jetzt aber schon zu den originellsten Geschichten der Videospiel-Branche – wer den Gitarren-Controller erst einmal in den Händen hatte, will ihn nicht mehr so schnell hergeben, und auch Gelegenheitsspieler sind oft sehr schnell überzeugt. Nun steht der 3. Teil der Reihe in den Läden – und der übertrifft seine beiden Vorgänger sogar noch in Sachen Spass und Qualität.
Spielprinzip
Das grundsätzliche Spielprinzip ist das alte geblieben – wer schon einmal die Gitarre in die Hand genommen hat, muss sich nicht umgewöhnen. Prinzipiell sind eigentlich nur Rhythmusgefühl und schnelle Finger gefragt: Über den Bildschirm laufen, immer passend zu dem gespielten Musikstück, farbige Symbole – im Grunde Noten auf virtuellen Gitarrenspuren. Je nach Schwierigkeitsgrad müssen diese einzeln oder zu mehreren immer im richtigen Moment auf dem Gitarrencontroller angeschlagen werden – was sich einfach anhört, im Spielverlauf aber immer mehr zu einer echten Herausforderung wird.
Obwohl sich das Grundgerüst also nicht geändert hat, kann Guitar Hero 3 an vielen anderen Stellen punkten – etwa bei der Musik. Gleich 70 Songs wurden diesmal integriert, und darunter findet sich nur wenig Füllmaterial – die meisten Titel, etwa von den Rolling Stones, Weezer, Kiss oder Den Toten Hosen sind allgemein bekannt und eignen sich auch bestens für ein Musikspiel dieser Art. Von der ebenso spärlichen wie nicht sonderlich geglückten Titelauswahl etwa von Guitar Hero: Rocks The 80s ist das Ganze somit weit entfernt.
Die Extras
Zudem lockern einige Extras den Spielablauf auf: So gibt es zwischendurch etwa “Battles” – Wettkämpfe gegen legendäre Gitarristen wie Slash (Guns`n Roses), in denen man nicht nur um die Wette spielt, sondern den Kontrahenten auch noch mit witzigen Handicaps belegen und ihm das fehlerfreie Spielen so schwer bis unmöglich zu machen. Und natürlich darf auch zu zweit angetreten werden, wenn ein Freund seine Gitarre mitbringt – wahlweise kooperativ oder gegeneinander.
Wer im Spiel immer besser wird, schaltet übrigens nicht nur neue Songs, sondern auch diverse zusätzliche Extras wie etwa Klamotten frei – abgesehen vom stetig ansteigenen Schwierigkeitsgrad hat der Karrieremodus also durchaus einiges zu bieten, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Die Präsentation kitzelt zwar nicht unbedingt das Letzte aus der jeweiligen Hardware heraus, ist aber trotzdem dazu angetan, das Ganze stimmungsvoll zu untermalen: Jubelnde oder enttäuschte Zuschauer, immer größer werdende Arenen, bunt gekleidete Gitarristen – das Rockstargefühl wird hier schon sehr passend eingefangen; übrigens auch dank der neuen Gitarre, die sich wertiger und griffiger präsentiert als ihr Vorgänger. Wer den bereits besitzt, kann aber natürlich das Spiel auch ohne Hardware kaufen und auf den alten Controller zurückgreifen. Am PC ist es sogar möglich, den Titel via PC Tastatur zu bedienen; da der Spielspaß dann aber extrem leidet, sollte man davon lieber absehen.
Guitar Hero 3 ist für Xbox 360, PlayStation 3, Nintendo Wii und PC bereits im Handel erhältlich – jeweils als Bundle mit Gitarre oder als Einzelprodukt.
Fazit
Nach dem zuletzt recht enttäuschenden Guitar Hero: Rocks The 80s, bei dem man durchaus den Eindruck gewinnen konnte, dass nur noch auf ein Ausnutzen der erfolgreichen Lizenz gesetzt wird, poliert Neversoft mit dem dritten Teil den Ruf der Serie wieder kräftig auf: Eine hervorragende und vor allem umfangreiche Songauswahl, ein paar neue Ideen sowie die nahezu perfekte Spielbarkeit lassen Guitar Hero 3 zum Aushängeschild der Reihe werden – wer sich den Musikspiel-Spaß bisher hat entgehen lassen, sollte jetzt wirklich zugreifen.
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Schlagworte zu diesem Beitrag:Games, Guitar Hero 3, Neversoft






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