Klee – Berge versetzen
Fast zwei Jahre sind vergangen seit dem letzten Klee Album “Zwischen Himmel und Erde”. Eine lange Zeit die die Kölner Elektro-Popband auf Tour und dann lange Zeit im Studio verbracht hat, um das neue Album “Berge versetzen” aufzunehmen. Es hat sich gelohnt, denn in “Berge versetzen” steckt mehr Klee als jemals zuvor. Seit dem 1. August steht es in den Musikregalen und Onlinestores. Unsere Redaktion durfte im Vorab schon mal reinlauschen und war regelrecht verzaubert! Nicht zuletzt durch ein sehr ausführliches Telefonat mit Sängerin Suzie Kerstgens. Nicole sprach mit ihr über die Band, das neue Album, die Arbeit und die Gefühle, die darin stecken. Hier das Interview:

Woher kommt denn euer Bandname?
Der kommt vom Maler Paul Klee. Zuerst hatten wir ja einen anderen Namen: Ralley. Aber irgendwann passte das einfach nicht mehr zu uns und unserer Weiterentwicklung. Wir haben uns überlegt, wie unsere Musik klingt, welche Farbe sie hat und wie man sie beschreiben könnte und so sind wir über andere Kunstarten auf die Bilder von Paul Klee gekommen. Klee ist natürlich darüber hinaus auch eine Pflanze. Der Name steht also auch für Natur, Grün und damit auch Glück.
Wie ist es euch denn seit der VÖ eures letzten Albums so ergangen und wie fühlt sich euer neues Werk nun für euch an?
Also die Zeit ist vergangen wie im Fluge, zwei Jahre haben sich nicht wirklich danach angefühlt. Wir haben viel gespielt, uns auf das Album konzentriert und sind alle zusammen nach Portugal geflogen.
Oh, was habt ihr denn in Portugal gemacht?
Portugal war für uns ein nahes gemeinsames Ziel, um uns dort auf das neue Album einzustimmen. Zum einen wollten wir nicht so ewig im Flugzeug sitzen, dort unten ist es schön warm, wir konnten im Meer schwimmen, hatten einen eigenen Pool und Kamin und so saßen wir alle zusammen und haben komponiert, Wein getrunken, einfach drei Wochen ohne Zeitdruck gemeinsam erlebt und uns davon inspirieren lassen.
Worum dreht sich denn das neue Album „Berge versetzen”?
Eigentlich ganz typisch um Liebe, Gefühle und das Leben. Es ist ja auch ein Stück weit autobiografisch, die Inhalte müssen auch erlebt worden sein. Wir haben unser Album und seine Entstehung ja auch regelrecht zelebriert. Jetzt ist es fertig, ist supergeil geworden mit 15 Stücken. Das macht dann natürlich Laune, wenn man auf der Bühne die neuen Sachen live spielen kann, neue Setlisten erstellen kann usw. .
Wird es denn zum Album auch noch ein paar Extras für eure Fans geben?
Im August erscheint außerdem noch eine Deluxe Version auf DVD. Da kann man dann sehen, was wir so erlebt haben. Quasi der Blick hinter die Kulissen mit einer Kamera, die uns während der letzten Zeit begleitet hat.
Man kann ja behaupten, dass ihr eine sehr romantische Band seid. Was bedeuten dir Träume?
Träume finde ich ganz wichtig. Man kann sich Illusionen und seiner Fantasie hingeben. Ich finde es ist eine sehr bedeutungsvolle Eigenschaft, die der Mensch sein eigen nennen darf!
Ich habe mal gelesen, dass ihr an das Schicksal glaubt und euch beim live spielen stark vom Publikum inspirieren lasst. Seid ihr denn abergläubisch?
Ich denke ein kleiner Aberglaube ist uns allen inne. Wir haben zwar kein Bandritual, aber wir wünschen uns schon viel Spaß und gutes Gelingen vor unserem Auftritt und wenn ich mich mal etwas schwach fühle, dann trage ich auch mal ein Glücks- oder Energie-Steinchen in der Tasche.
Ist man denn nach so vielen Jahren noch aufgeregt vor einem Live-Gig oder wie fühlt sich’s heute an?
Also Aufregung spüre ich immer. Es sind zwar keine weichen Knie mehr wie früher oder gar extremes Lampenfieber, sondern eher eine gribbelige Vorfreude, was sich da auftut. Das ist wohl am besten zu vergleichen mit dem Gefühl als Kind, eine Nacht vor Weihnachten oder seinem Geburtstag, wenn man schon ganz angespannt drauf gewartet hat, dass es endlich soweit ist. Sicher bei einigen Events gibt’s schon noch die weichen Knie, grade wenn man weis da sind besondere Leute im Publikum.
Schlagworte zu diesem Beitrag:Bands, Interview, Klee
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