Das macht mir Spaß – Jörn Schlönvoigt (GZSZ) im Interview
Der sympathische Phillip aus GZSZ (Gut Zeiten Schlechte Zeiten – Soap auf RTL) ist auch im wahren Leben der ruhige, harmoniebedürftige Typ. Nur bei Musik taut Jörn Schlönvoigt richtig auf. Davon darf man sich bei einem feinen Feier-Set am 7.2. im Wandelhof Schwarzheide überzeugen. Wir sprachen vorher mit dem Jungschauspieler, Musiker und Fast-Piloten:
Fast jeder kennt Dich als Philipp aus GZSZ über die Schauspielerei, wieviel Jörn steckt da eigentlich drin?
Am Anfang füttert man die Rolle natürlich mit vielen privaten Erfahrungen, um sie zum Leben zu erwecken. Nach sechs bis zwölf Monaten löst sich die Rolle dann, da ist der Phillip eigenständig geworden. So steckt vom Grundcharakter aber eine ganze Menge Jörn drin. Es wurde ja auch ein ruhiger Typ gesucht, der keiner Fliege etwas zu leide tut aber für seine Mitmenschen kämpft.
Du bist da eher der liebe Kuscheltyp, Dein Erfolgs-Song „Das Gegenteil von Liebe” passte auch dazu … wie geht das mit Deinen musikalischen Wurzeln in einer Punkrockband zusammen?
Das geht sehr gut zusammen, ich schreibe ja auch gut dreiviertel meiner Songs selbst. Ich habe sehr viel Punkrock gemacht, das stimmt. Aber ich interessiere mich auch für Popmusik, für Jazz, Soul und R`n`B – ich bin da sehr weit gefächert und für jede Stilrichtung offen. Auf dem Album Jörn Schlönvoigt gab es ja auch deutlich rockigere Songs.
Deine Ausbildung hast Du wegen der GZSZ-Rolle sausen lassen, bist Du ein schlechtes Vorbild für die Jugend?
Nein, ich bin eher ein gutes Vorbild. Ich sage den Kids: Lebt euren Traum! Verfolgt eure Ziele und gebt niemals auf. Ich habe das nicht bereut und jetzt sogar meine Ausbildung als Verkehrspilot finanziert. Wenn es gut läuft, bin ich in zwölf Monaten ausgebildeter Pilot für Boing und Airbus und kann mich darauf berufen, auch etwas gelernt zu haben.
Wenn Du für die nächsten zehn Jahre die Wahl hättest, welchen Weg würdest Du am liebsten gehen: Schauspieler, Musiker, Model oder so eine Art Hugh Hefner von Köpenick?
Meinen Weg. Ich lass mich treiben, fühle mich aber auch gern sicher. Deshalb auch die Ausbildung zum Verkehrspiloten. Vielleicht lass ich das mit der Musik und GZSZ auch irgendwann sein und fliege als Langstreckenpilot von Berlin nach Südafrika. Das kann ich mir auch sehr gut vorstellen – es hängt ja auch davon ab, wie die Zuschauer mich sehen wollen.
Mit den „Cherry Poppaz” hast Du vor einigen Jahren sogar den Radio Fritz! Demo Contest gewonnen, warum bist du dennoch einen anderen Weg gegangen?
Lustigerweise lief der Demo Contest seinerzeit genau parallel zum Casting bei GZSZ. Genau an meinem 18. Geburtstag hatten wir die Demo-Ecke gewonnen und unser Interview auf Radio Fritz. Eine gute Woche später kam die Zusage von GZSZ – und da ich die Schauspielerei und die Musik liebe, habe ich die Chance ergriffen, die mir die größte Befriedigung geboten hat. Ich wollte mehr Schauspieler sein und mich austoben, das konnte ich bei GZSZ sehr gut.
Du stehst im Februar hinter den Plattendecks des Wandelhof Schwarzheide, wie kommt es nun zur Plattenlegerei?
Wir hatten in unserem Proberaum einen DJ samt Decks. Der hat mir einiges erklärt und ich habe schon damals für mich aufgelegt, dann auch Leute eingeladen. Daraus ist eine Leidenschaft entstanden, die ich jetzt auch ausleben kann. Ich finde Auflegen sehr cool. Ich bin kein Mensch der viel feiern geht und auch kein begnadeter Tänzer, aber hinter den Plattentellern die Leute mit geilen Beats zum Feiern zu animieren, das macht mir Spaß.
Welchen Style wirst Du aus Deinen Plattenkoffern zaubern?
Das ist eine Mischung aus House, Elektro und Progressive – so ganz ohne kommerziellen Touch geht das nicht. Es wird einige Remixes wie In the Ende von Linkin Park mit absolut geilen progressive beats geben.
Auf Deiner Seite stehen als Lieblingsbands The Strokes, Green Day und Keane – alles rauhe Gitarren. Dazu passt Disco-Mucke doch weniger …
Es ist immer schwer, seinen Geschmack auf wenige Highlights zu reduzieren. Für so einen Text soll man das reduzieren und das wird auch zuerst aufgeschrieben. Wenn ich dann weiter nachdenke, find ich auch Progressive, Techno, House und R`n`B, Rock, Jazz, Klassik und Filmmusik total geil.
Wird das nur ein kurzer Promi-Auftritt oder sorgst du bei guter Stimmung auch für ein längeres Set?
Ich werde auf jeden Fall ein längeres Set spielen, wenn die Stimmung gut ist und die Leute heiß darauf sind.
Gibt es Dich nur hinter den Decks oder auch zum Anfassen – und wie sehr dürfen die Mädels das?
Das kommt auf die Mädels an (Zwinker). Ich werde auf jeden Fall Autogrammkarten dabei haben und für Fotos bereit stehen – wer mich umarmen will, kann das auch gern tun.
Letzte Frage: Was wird es in diesem Jahr neues aus dem Hause Schlönvoigt geben, was fürs Kino oder für den CD-Player?
Beides. Ich habe einen Film über Kindesmissbrauch gedreht, der als fünfminütiger Trailer vor jedem Kinofilm laufen wird. Das ist eine große Spendenaktion für die Hänsel und Gretel-Vereinigung, die sich um Mißbrauchsopfer kümmert. Das wird auch noch als 90-Minüter beim ZDF gedreht. Musikalisch wird es ein neues Album geben …
Interview: Jens Taschenberger
Bilder: Virtual Nights // PR
Info
Girls können sich unter info@wandelhof-online.de für ein Meet & Great mit Jörn bewerben!
Jörn Schlönvoigt Glamournight: Stars on Partydecks
07. Februar 2009 | 21.00 Uhr
Wandelhof Schwarzheide
Schlagworte zu diesem Beitrag:Cottbus, Disco Dice, DJ, Interview, Musik, Party, Wandelhof






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