Bassplanet Tour im K16 Löbau mit Lady Waks
Am 7. Februar kommt mit der Bassplanet Tour ein Hauch von Internationalität nach Löbau. Techno-Urgestein Westbam, Hardy Hard und Lady Waks geben sich die Ehre an den Plattentellern.
Nachdem wir ja unlängst schon Hardy Hard im Interview hatten, stellen wir euch dieses Mal Lady Waks etwas näher vor. Wir sprechen über ihr Leben als DJ, wie sie zur Bassplanet Tour gekommen ist und was sie neben dem Deejayleben noch so treibt…
Hoffe du bist super gut reingerutscht ins neue Jahr! Wo und mit wem hast denn gefeiert, ganz traditionell oder warst auf Tour?
Silvester haben wir (Westbam, Hardy Hard and me) alle zusammen im Tresor gespielt. Ausserdem hatte ich 9 Freunde aus St. Petersburg in Berlin, die extra wegen der Party nach Deutschland gekommen sind. Also war es eine sehr schöne und besondere Party. Auf Tour war ich dann die Tage danach, denn ich habe in Chicago und San Francisco aufgelegt.
Wie ist eigentlich dein richtiger Name und wie hast du zu deinem Künstlernamen gefunden? Hat das „Waks” eine Bedeutung?
Waks ist nicht mein richtiger Nachname. Aber ist schon zweimal passiert, dass mein Flug auf den Namen gebucht wurde. Ich war nie gut mit Namen ausdenken, deswegen hab ich diesen Nickname behalten, der mir von Freunden gegeben wurde, als ich 13-14 Jahre alt war. Hab auch Graffity unter diesem Namen gesprüht.
Du hast glaube ursprünglich mal Hip Hop aufgelegt, stimmt das?
Mit Hip-Hip habe ich angefangen! Das stimmt. Im Jahr 1999 hatte ich eine Hip-Hop Radio Show bei der größten Radio Station in Russland – radio record. Bin immer noch „on air” aber jetzt mit Breaks! Jeden Mittwoch von 24.00 – 01.00, und in jeder letzten Woche des Monats haben wir eine BASSPLANET Show! Also check it out;) die Sendung kann man auch online im Internet hören.
Wo hast du deinen ersten Gig gespielt?
Easy :) das war bei meiner In BeatWeTrust Party. Ich habe diese Party Reihe schon seid 9 Jahren laufen. Und IBWT wurde im Jahr 2004 zu der besten Party Reihe in St. Petersburg nominiert von dem TIMEout Magazine. Meine erste große Party war die MAYDAY Russland in St. Petersburg.
Welche Bedeutung haben Hardy, Altmeister Westbam oder Africa Bambaata für dich als DJs und Menschen?
Oohhh… das ist eine Frage die ganz schön viel Platz braucht um eine gute Antwort zugeben… aber ich versuche es kurz! Den Hardy hab ich in Sibirien kennen gelernt, wo wir beide aufgelegt haben. Ganz schön schnell haben wir verstanden, dass unsere Styles sehr gleich sind. Und das wir uns als Menschen super verstehen. Kurz danach bin ich nach Berlin gekommen und war für längere Zeit in Deutschland. Da haben wir auch unsere erste Platte gemacht- „LISTEN”. Mittlerweile kann ich sagen, das wir uns so gut kennen, das wir Freunde bleiben – für immer! He is my Soulmate 4ever! Den Max aka Westbam hab ich im Jahr 2003 kennengelernt, wo er bei der MAYDAY aufgelegt hat und ich als Artist Horst gearbeitet habe. Früher kannte ich ja WESTBAM nur aus MTV Da ich Breakdance gemacht habe, war ich eines Tages ganz begeistert über das Video mit dem Tänzer STORM (einer der besten Breakdancer in der Welt). Im Kommenden Jahr hab ich schon selber bei der MAYDAY gespielt und bekam ein Kompliment über mein Set von Max, was für mich mehr als eine Ehre war, denn ich hatte mir sehr Sorgen gemacht, das ich mich mit meinen Broken Beats nicht anpassen kann! Später haben wir uns besser kennengelernt und im Jahr 2006 hab ich die Electric Kingdom mitgemacht. Wir drei waren auf Tour Monate lang und in der Zeit hab ich den Westbam auch besser persönlich kennengelernt. Er ist ein sehr interessanter Mensch von dem ich immer wieder was Neues lerne! Über Africa Bambaata kann ich nur sagen – legend! Details sollte man schon wissen.
Was macht eigentlich den Unterschied aus, man sagt ja die Russen feiern um einiges deftiger und energischer als der Rest der Europäer?
Es stimmt zum Teil! Ich denke, dass es daran liegt, dass die Besucher von Partys und Festivals in Russland um einiges jünger sind. Und die jungen Leute haben ja einfach mehr power abzurocken.
Wen man nicht in den Hauptstädten spielt, besonders in den Citys, wo es keinen Flughafen gibt. In diesen Städten sind die Leute einfach verrückter, denn da kommen nicht so viele DJs hin.
Du bist neben deiner DJ Sache auch noch als Promoterin, Designerin und Radiomacherin aktiv. Erzähl doch mal, was du da so treibst unter der Woche?
Ich freu mich sehr, das alles was ich mache, wie Design, Music, Events und Auflegen, das ist was ich sehr gerne betreibe. Ist einfach ein Traum! Um es etwas leichter zu haben, teile ich meine Zeit sehr gut ein, auch um mich nicht von einer auf die andere Sache abzulenken. Zum Beispiel mach ich alle Designs in St. Petersburg, ich hab hier alle was ich brauche um zu malen, scannen und die Atmosphäre in meiner Wohnung. Weil ich mich da am wohlsten fühle, um meine Fantasie laufen zu lassen!
Musik mache ich in Berlin @ Hardys Place, aber die Ideen dafür kommen schon von dem was ich sehe und höre, wenn ich um die Welt reise und auflege. Ich kriege so viele Eindrücke, das ich das in die Musik und in Design verarbeite. Und die Radio Show ist auch sehr wichtig und interessant für mich. Denn da kann ich das spielen was ich auf den Raves und Partys nicht machen kann. Dabei gibt’s ja so viel interessante Musik! Ich bin da nicht auf einen Sound beschränkt.
Was hast du eigentlich vor deiner Musikerkarriere getrieben, hast noch eine anderen Beruf auf den du zurück greifen könntest?
Ich hab Grafik Design studiert und mache alle Layouts für meine Partys und Platten etc., auch Aufträge von Freunden wie z.B. Atomic Hooligan oder alle BassPlanet Labels, Cover, Logos etc. Also das könnte schon mein zweiter Job sein! Aber ich weiß das es nicht dazu kommt die Music loszulassen! So auch mein Job als Booking Agent. Ich habe ja auch meine eigene Booking Agentur und eine Event Firma. Also werde ich auch damit in der Zukunft arbeiten!
Vielen herzlichen Dank und auf bald!
Interview: Nicole Zwahr
Lady Waks im Web:
www.myspace.com/ladywaks
www.ibwt.info
Schlagworte zu diesem Beitrag:DJ, Electro, K16, Löbau, Musik, Party, Techno






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