Zombie Nation im Interview
Hinter Zombie Nation steckt der Musikproduzent Florian Senfter, der auch als Splank! Oder John Starlight in der Szene bekannt ist. Als Liveact ist Zombie Nation seit 1999 im musikalischen Bereich zwischen Techno und Electro unterwegs und inzwischen einer der gefragtesten Liveacts der internationalen Clubszene. Die Single „Kernkraft 400″ dürfte jeden von euch ein Begriff sein – wenn nicht als Original, dann in einer der vielen Remix-Versionen. Im Juni kommt Zombie Nation nach Löbau ins K16 und Insomnia-mag sprach mit Florian Senfter über sein Musikprojekt, sein neues Album und seiner Beziehung zur guten alten Vinyl.
Hallo Florian, schön, dass wir dich zwischen deinen zahlreichen Auftritten rund um die Welt noch zu einem Interview erreichen konnten. Wie geht es dir? Du hast sicher viel Stress mit deiner Tour und dem frisch veröffentlichten vierten Album „Zombielicious”, zu dem wir später noch kommen werden.
Zombielicious ist nun seit 2 Monaten draußen und die Reaktionen sind sehr gut. Ich promote das Album live seit Februar und spiele 2-3 Mal in der Woche. Da wird es manchmal schon eng im Kalender. Im Juni spiele ich eine UK Tour zusammen mit Soulwax, dieses Jahr steht dann auch noch USA und Australien auf dem Programm, und wer weiß was noch so kommt.
Zombie Nation ist ja ein Liveact, wie sieht denn deine Beziehung zur Vinyl aus? Legst du gelegentlich noch unter einem Pseudonym als klassischer DJ mit Platten auf?
Ich lege manchmal auch als Zombie Nation auf, dann habe ich Vinyl und CDs dabei. Das ergänzt sich wunderbar. Ich stehe schon auf handfestes Vinyl. Mein aktuelles Album gibt es auch wieder in einer limitierten Auflage auf Vinyl, was ja heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich ist.
Wie umfangreich gestaltet sich denn deine Live-PA und wie flexibel bist du dabei? Es gibt ja sicher immer wieder mal Clubs, wo nicht so viel Platz vorhanden ist wie auf einer großen Festivalbühne.
Obwohl ich nur Hardware benutze ist das schon recht platzsparend, denn es muss ja auch transportabel sein. Neben meiner AKAI MPC 4000 habe ich noch eine handvoll Live-Controller, Synths und Effektgeräte dabei. Für die Zukunft plane ich gerade verstärkt eigene Visuals einzusetzen, die mit per Midi gesteuert werden.
Viele Künstler können früher oder später ihre eigenen Kompositionen kaum noch hören, spielen sie dann aber trotzdem wegen ihrer Fans. Wie kommst du mit dem Erfolg von „Kernkraft 400″ zurecht, dass in unzähligen Remixen verwendet wird oder sogar als Melodien bei Footballspielen?
Wenn man einen Song macht dann gibt es den halt, das ist doch gut. Das ist wie mit dem Wetter. Mal Sonne mal Regen. Beides ist gut.
Im April diesen Jahres hast du nun auch dein viertes Album auf den Markt gebracht. Die Abstände zwischen den Releases sind mit guten 3 Jahren ja recht groß. Bist du so ein Perfektionist, lag es an der wenigen Zeit zwischen den Gigs oder warum beglückst du deine Fans nur in so großen Abschnitten mit neuen Werken?
Ich lasse mir gerne ein wenig mehr Zeit, es soll ja auch gut werden. Das Ziel ist immer dass ich das Album auch in 10 Jahren auch noch hören kann, dass es etwas Zeitloses hat. Die Songs müssen immer erst ein wenig auf meiner Festplatte reifen bevor sie das endgültige OK bekommen.
Welche Auskopplungen und Remixe sind denn geplant und in welchen Formaten? (MP3, Vinyl, CD)
Im Juni kommt ein Remix release auf Turbo Records. The Proxy, Shadow Dancer, Milano, Arveene&Misk und Hey Today! haben Remixe von verschiedenen Songs gemacht. Hab die Mixe schon angetestet, geht gut ab.
Hans Nieswandt schreibt in seinem Buch PlusMinus8 von Gigs, bei denen Leute nach Songs gefragt haben, die genau in dem Moment gespielt wurden oder gar in völlig artfremde Musikrichtungen einzuordnen waren. Gab es für dich auch schon so skurrile Erlebnisse während eines Auftritts?
Das ist natürlich der Klassiker. Eine besoffene Schwedin kam mal 10 Mal an mit “Bitte spiel mal berühmten Techno”. Schon lange her aber immer noch gut: “Sag mal, legt außer Dir auch noch jemand anderes auf?”
Im Juni kommst du ins K16 nach Löbau, in dem auch schon Größen wie Hardy Hard oder die Pass Planet Tour halt gemacht haben. Mit welchen Erwartungen gehst du zu dem Gig und was wäre das ideale Publikum für dich?
Nun, ideal ist wenn alle gute Laune haben und entspannt drauf sind. Gute Voraussetzungen sind immer: Vollmond und ausreichend Kaltgetränke.
Wir bedanken uns schon einmal für das Interview und das letzte Wort gehört dir!
Määäh!
www.zombienation.com
www.myspace.com/zombienation1
Schlagworte zu diesem Beitrag:DJ, Electro, Interview, K16, Löbau, Musik, Techno






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