Sören Bodner aka Monkey Maffia im SmallTalk
Den meisten Clubschwärmern dürfte Sören Bodner aka Monkey Maffia als Teil eines DJ-Duo’s bekannt sein, welches 17 Jahre lang die tanzende Weltbevölkerung zu verschiedensten Exaltationen hinreißen konnte. Die Wighnom-y-lution des Edeltechno ist Geschichte! One is the magic number, 2mal – ein Mann im Doppelbett ist die Gepflogenheit.
Als Mitbetreiber der Werkstätten Freude am Tanzen/Musikkrause und Plattenladengründer (Fatplastics) liebt er die Leuchtkraft der ungehobelten und fiebrigen Tanzmusik in jedem Quadratzentimeter seines Körpers. Vinyl ist sein täglich Brot und quasi sein Herzblut. Monkey gehört seit den frühen 90igern zu den unermüdlichen Fackelträgern der geraden Bassdrum, die sich als Taktgeber auch mal einen Freigeist-Sidekick herausnehmen, gespickt mit einer grotesk liebevollen Vollmeise samt Augenzwinkern.
Er gilt als zügelloser Selektor mit scharfem Sinn fürs Besondere und ausgezeichneter Vertreter eines Genres, das keinen Namen trägt. Er durchbohrt mit seinem genreübergreifenden Style die engen Grenzen von House & Techno. Dabei entlarvt er den oft strengen Formalismus vieler Tanzflächen mit einer freudvollen Stringenz an Überraschungen gespickt mit Intensität samt Dramaturgie und würzt seine Sounds mit echter Beatcuisine. Mal umgarnt er sanft und sinnlich – lässt den Soul in diesem Jahrtausend ankommen, dann ist es wieder ein Klatschen auf’s menschliche Gesäß.
Monkey Maffia – ein echter Kosmopolit mit tiefer Liebe zur Heimat, ein Gentleman im Bärenkostüm, ein Freidenker statt Herdentier und gilt als einer der kreativsten Schaltzentralen elektronischer Musik. Explosivität verbunden mit Tiefe ist sein Metier. Unermüdlich dreht er an den Reglern als wenn es Räder wären, dabei zielstrebig die ganze Aufmerksamkeit auf die Tanzfläche gerichtet, die es zu entblättern gilt. Bei allem Überschwang, es ist die Wärme die sich wie ein hörbarer Faden durch seine interpretatorische Gestaltungshoheit zieht. Ideenreichtum ja, Detailversessenheit nein – hier wird gelebt statt leben zu
Quelle: Freude am Tanzen
Small Talk mit Monkey Maffia alias Sören Bodner
Sicher meist gestellte Frage in letzter Zeit, aber was brachte dich und Gabor zu der Entscheidung, nicht mehr gemeinsam als Wighnomy Brothers aufzulegen?
Nach einer langen gemeinsamen Zeit, hat es Veränderungen gebraucht. Jeder von uns hat sich unterschiedlich entwickelt. Deshalb gehen wir jetzt unsere eigenen Wege.
Was macht den Sound Unterschied zu den Wighnomys aus, wie klingst du heute als Monkey Maffia?
Es geht wie bei den Wighnomy’s um moderne elektronische Tanzmusik. Letztendlich wird es das sein, was ich eh und jeh getan habe. Ich spiele Platten, die ich mag.
Wo strömt denn ganz aktuell all deine Energie hinein?
Momentan sitze ich viel in meinem Studio und suche nach dem goldenen Pfad, der mich hoffentlich zu meinen ersten Releases auf Freude am Tanzen führen wird.
Weiterhin ist mir die Labelarbeit ganz wichtig… Und ich freue mich wie eh und jeh auf die Abende an denen ich Platten spiele, weil es mein Leben ist.
Soll es für dich jetzt erstmal ausschließlich solo weiter gehen oder schlummern in deinem Hinterstübchen bereits neue Ideen und Kooperationen?
Momentan konzentriere ich mich sehr auf mich, sowohl beim Produzieren, als auch beim Auflegen. Wie die Erfahrung aber zeigt, kann sich schnell ein Set zu zweit ergeben. Das geschieht meistens spontan.
Was erwartet die FAT Fans in 2010 aus eurer Soundschmiede?
Aktuell gibt es die neue Platte von Douglas Greed „St. Eisbein“ EP. Danach wird die neue EP von Marek Hemmann erscheinen, gefolgt von einer EP von Taron-Trekka.
Auch Mathias Kaden wird noch eine Platte auf Freude am Tanzen veröffentlichen. Danach sind wir auch schon bei der Jubiläumszahl & Katalognummer 50 angelangt. Das wird was ganz Besonderes… Lasst euch überraschen!
Wie steht’s um euren hauseigenen Plattenladen in Jena und wie ist es deiner Meinung nach aktuell um die Vinylkultur bestellt?
Der Fatplastics Plattenladen ist nach wie vor fester Bestandteil unserer Freude am Tanzen Familie. Für mich als Vinyl Liebhaber ist es noch immer das interessanteste Musikmedium, was es gibt. Obwohl das Vinyl schon mehrfach tot gesagt wurde, ist es schön zu sehen, dass es immer wieder junge Leute gibt, die das Vinyl neu entdecken. ich hoffe, dass ich noch viele Jahre meine schwere Plattenkiste durch die Kante schleppen kann und dabei keine Rückenprobleme bekommen werde.
Herzlichen Dank und hoch die Töppe, auf bald!
Small Talk: Nicole Zwahr
Dates April
- 10.04.2010 – Altes Ziegelwerk, Klausdorf
- 21.04.2010 – Schöne Freiheit Kassa, Jena
- 23.04.2010 – The Electric Pickle, Miami (US)
- 24.04.2010 – Blackmarket Event, New York (US)
- 30.04.2010 – Festival der Generationen, Sonneberg
Web
Schlagworte zu diesem Beitrag:DJ, Electro, House, Interview, Musik






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