Ausstellung “Zwischen großem Berg und Lindenallee”
Auch wenn unsere Generation längst nicht mehr in die Verantwortung dafür gezogen werden sollte, was für schrecklich Gräueltaten zur Zeit des Nationalsozialismus an den Gegnern und vermeintlichen Feinden der Hitlerdiktatur begangen wurden, so sollten wir uns immer wieder das Ausmaß und deren Folgen vor Augen halten. Warum? Wir haben zwar keinen Einfluss auf die Vergangenheit, aber können die Zukunft maßgeblich mitbestimmen!
Eine gute Möglichkeit dazu bietet sich in der Ausstellung „Zwischen großem Berg und Lindenalle“ in der Hochschule Zittau Görlitz. Diese Ausstellung behandelt den Themenkomplex „Euthanasie – Umsiedlung – Kriegsende“ anhand der Geschichte eines sächsischen Dorfes. In diesem Jahr jährt sich zum 70. Mal der Abtransport der behinderten Kinder und erwachsenen Bewohner aus dem Katharinenhof in Großhennersdorf. Über 200 von ihnen wurden im Rahmen des T4(Euthanasie)-Programmes der Nationalsozialisten in Pirna Sonnenstein und Großschweidnitz ermordet. Die Ausstellung erinnert an die Opfer und daran, dass die Vernichtung so genannten „lebensunwerten Lebens“ in der deutschen Provinz der direkte Vorläufer zur Vernichtung der europäischen Juden, der Sinti und Roma sowie aller von den Nationalsozialisten zu Feinden erklärten Menschen war.
Die Ausstellung der Umweltbibliothek Großhennersdorf ist vom 19. April – 21. Mai 2010 im dritten Stock des Hauses G1 (Bluebox) auf dem Görlitzer Campus zu sehen. Mehr Details zum Thema finden Sie in einer Publikation der Umweltbibliothek mit dem Neisse Verlag: http://www.umweltbibliothek.org/cgi-bin/page.pl?idx=20
Schlagworte zu diesem Beitrag:Görlitz, Hochschule, Kultur, Neuigkeiten






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