Gunjah im Interview
„Dresden, Berlin, worldwide: GUNJAHs kosmospolitisches Soundinferno ist nichts anderes, als ein Geschwader von Todesengeln, die allesamt mit frisch verschwitzten Flügeln unterwegs in Sachen Wahnsinn sind und mit elektronisch verstärkter Harfe verkünden, was eine vibrierende Erde anzunehmen lässt.
DAS IST GUNJAH! Noch Fragen?Gut. Enjoy the flight!“
So steht es auf dem mySpace Profil von Gunjah geschrieben. Vielen ist er hier in der Gegend ein Begriff, wir hatten dennoch ein paar Fragen, die Ihr im folgenden Interview nachvollziehen könnt:
Hallo Gunjah, du bist ja ein viel beschäftigter Mann – DJ, Produzent, Clubbetreiber und, und, und… Wo liegen denn derzeit deine Prioritäten?
In erster Linie bin ich DJ und Produzent, da das Musizieren einen sehr wichtigen Stellenwert in meinem Leben bildet. Danach kommen dann schon die Veranstaltungen in der Showboxx, bei denen ich zum Teil auch wieder mit auflege und natürlich sehr viel mit dem Thema Musik ansich zu tun habe. Letztendlich liegen meine Prioritäten bei der Musik und meine Arbeit dreht sich darum.
Was macht denn den Reiz für dich als DJ bzw. Produzenten aus?
Wie gerade schon erwähnt, liegt der Reiz in der Musik und der gesamten Szene, die damit verbunden ist. Egal ob es der Abend als DJ ist oder der Ablauf bei der Produktion eines neuen Tracks. Das ganze hat mich einfach ergriffen und ich bin der geraden Bassdrum nahezu verfallen.
Du bist unter anderem verantwortlich für das Line Up in der Showboxx, einem der angesagtesten Clubs in Dresden und holst dort regelmäßig hochkarätige Acts ran. Wie kommst du denn persönlich mit dem How-is-how der dt. und internationalen DJ-Szene zurecht?
Zirka 99% der Acts, die wir in der Showboxx als Gäste haben, sind inzwischen Freunde von mir. Man kennt sich von Festivals oder Gigs in den verschiedensten Clubs in Deutschland. Durch das freundschaftliche Verhältnis entsteht natürlich auch ein lockerer und einfacher Umgang, was von den meisten geschätzt wird und dann kommen sie auch immer wieder gern zu uns nach Dresden.
Gibt es denn da noch einen Act, mit dem du unbedingt mal zusammen Auflegen oder was Produzieren willst?
Ich arbeite ja regelmäßig mit dem Lexy (MØENSTER) zusammen, mit dem ich gemeinsam produziere und auflege. Zu zweit sind wir für Festivals und die verschiedensten Clubs gebucht.
Dein Style ist ja eher minimal- bis electromäßig ausgerichtet. Ist das das musikalische Maß aller Dinge für dich oder würdest du als Gunjah auch andere Wege gehen wollen? Musik wird ja heut zu tage immer Facettenreicher und Genres mischen sich…
Wenn du das so siehst… Für mich ist das House Musik in allen Formen. House ist doch an sich der Überbegriff für die ganzen elektronischen Musikstile, die wir hier kennen und House gibt es bereits seit Mitte der 80er. Selbst Techno kam als musikalische Stilrichtung später auf. Ich möchte mich auch nicht in eine musikalische Nische quetschen lassen, nur weil ich in meinem Set mal eine Minimal- oder Down-Beat Platte einmische. Und gerade weil die Musik heute so vielschichtig ist, zähle ich da lieber keine Genres auf.
Du bist ja auch regelmäßiger Gast bei der Intensivcrew im Kesselhaus Singwitz und immer wieder mal auch in anderen Locations hier zu finden – so wie zu Ostern in der Krone – wie fühlst du dich denn als DJ in Bautzen aufgehoben?
Ich fühle mich hier total wohl! Ich bin allgemein gern in den sächsischen Clubs unterwegs. Es ist auch immer wieder cool nach Bautzen zu kommen. Die Leute hier sind gut drauf und gute Musik gewöhnt. Das macht einfach Spaß.
Ich war ja schon als junger DJ ein paar Mal im Octan in Bautzen. Da ging auch immer die Post ab und Bautzen war sehr weit für seine Partykultur bekannt.
Was darf denn in der Minibar unterm DJ-Pult auf keinen Fall fehlen?
(lacht) Das hängt in erster Linie von der Jahreszeit ab. Aber da sollte auf jeden Fall eine große Flasche Wasser stehen, ein kühles Bier und ein guter Vodka.
Was sind denn für dieses Jahr noch so deine persönlichen Highlights, bei denen du gebucht oder auch einfach nur mal Gast bist?
Ich habe mir dieses Jahr ganz fest vorgenommen die Nachtdigital als Gast zu besuchen. Ich hoffe mal, dass das klappen wird. Sonst steht dieses Jahr natürlich auch wieder der Showboxx Geburtstag im Oktober an – uns gibt es dann schon 11 Jahre! Nach dem sensationellen Erfolg des Sonntags Click Clack im letzten Jahr werden wir am 25. Juli auch dieses Jahr wieder mit DJ Koze und Paul Kalkbrenner feiern, um hier mal nur 2 Leute zu nennen. Und nicht zu vergessen das Chateau Click Clack in der Slawenburg Raddusch, bei der ich auch aktiv mit beteiligt bin. Das findet dieses Jahr am 5. Juni statt und Oliver Koletzki wird sich dort unter anderem die Ehre geben.
Schlagworte zu diesem Beitrag:Dresden, Electro, House, Interview, Minimal, Musik






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