Taio Cruz: „Ich trinke keinen Alkohol“
Taio Cruz ist ein Vollprofi. Als der 28-jährige Londoner, der aus Karrieregründen seinen Wohnsitz unlängst nach Los Angeles verlegt hat, durchklingelt, ist es bei ihm gerade einmal frühmorgens kurz nach sieben. Er gähnt auch öfters mal während des Gesprächs und wirkt noch insgesamt ein wenig langsam. Andererseits: Von nichts kommt nichts. Cruz möchte mit seinem dritten Album „TY.O“ (das heißt so, damit alle lernen, wie man seinen Namen richtig ausspricht gern in die Liga von Usher oder gar Michael Jackson aufsteigen, und da darf man nicht zimperlich sein. Kleines Zwischenergebnis der Schufterei: Mit seiner aktuellen Single „Hangover“ hat es der R&B-Sänger direkt unter die ersten Drei der deutschen Singlecharts geschafft.
Guten Morgen, Taio. Bist Du überhaupt schon angezogen?
Taio Cruz (lacht). Nein, ich habe noch meinen Schlafanzug an. Ehrlich gesagt bin ich noch halb am Pennen. Vor mir steht eine große Tasse Kaffee, ich hoffe, dass ich durchhalte.
Zuviel gefeiert gestern?
Cruz: Nein, ganz und gar nicht. Ich bin erst vor ein paar Wochen endgültig umgezogen. Gestern Abend habe ich Kartons ausgepackt. Ich lebe jetzt vorwiegend in LA, weil ich von hier aus meine Karriere in den USA vorantreiben will. In diesem Land muss man fünf Mal härter arbeiten als in Europa, man bekommt wirklich nichts geschenkt.
Lebst Du allein?
Cruz: Ja. Für eine feste Freundin habe ich momentan wirklich keine Zeit. Ich könnte einer Beziehung nicht gerecht werden.
Über das Thema ging es ja bereits im Song „Break your Heart“, deinem großen Erfolg vor zwei Jahren.
Cruz: Stimmt genau. Ich sage dem Mädchen in dem Song gleich zu Anfang, dass es mit mir keinen Sinn haben wird, dass ich ihr nur wehtun und ihr Herz brechen werde. Bevor ich also mit ihr ausgehe und was anfange, mache ich klar, dass ich keine feste Beziehung will. Das finde ich fair.
Ein Gentleman bist Du also nicht unbedingt.
Cruz: Ich finde schon. Es ist doch besser, ehrlich zu sein und keine falschen Versprechungen zu machen als das Mädchen zu verarschen.
Deine jüngste Single „Hangover“ ist überall auf der Welt ein Hit. Kommst Du überhaupt noch dazu, dir einen gepflegten Kater anzusaufen?
Cruz: Ein ziemlich unterhaltsamer Fakt ist, dass ich überhaupt keinen Alkohol trinke. Ich behalte gern die Kontrolle. Aber ich schaue mir oft meine Freunde an, wie sie besoffen die Sau rauslassen. Ich selbst bin auch nüchtern ein Partytier, denn ich tanze am liebsten die ganze Nacht durch.
Du warst noch nie betrunken?
Cruz: Doch, das schon. Ich kenne das Gefühl. Es gibt beim Trinken ja zwei Sorten von Menschen: Die einen werden munter, die anderen werden träge und hundemüde. Ich zähle zur zweiten Gruppe. Doch bevor ich einschlafe, sage ich gern noch falsche, unpassende oder unverschämte Dinge, wenn ich einen im Tee habe. Also, du kannst mir glauben, es ist allen damit gedient, wenn ich nüchtern bleibe.
Du hast deine Laufbahn im Musikgeschäft vor zehn Jahren als Songschreiber für Britney Spears, Will Young oder Cheryl Cole begonnen. 2008 dann hast Du dein erstes Album veröffentlicht. Wer sind deine Vorbilder?
Cruz: Als Kind habe ich Madonna und Mariah Carey geliebt, eigentlich tue ich das immer noch. Ich möchte betonen, dass ich mich nicht als R&B-Sänger sehe. Sondern als Popmusiker. Ich bin als Musiker und Songschreiber breit aufgestellt und möchte so vielen Menschen wie möglich gefallen.
Du singst auf dem David-Guetta-Stück „Little Bad Girl“, und deine letztjährige Single mit Ke$ha heißt „Dirty Picture“. Bist du der Mann für die leicht versauten Sachen?
Cruz: Flirt, Verführung und Anmache sind tolle Themen für Popsongs, man kann wunderbar damit spielen und zum Tanzen ist so etwas perfekt. Ich bin allerdings kein Rüpel. Mein Image ist sehr sauber, darauf lege ich auch Wert. Und meine Songs haben keine Geheimbotschaften. Sie sollen den Menschen eine gute Laune verschaffen, mehr nicht. Du bekommst bei mir das, was du siehst.
Deine Mutter ist Brasilianerin, dein Vater kommt aus Nigeria. Hast Du deine Lebensfreude von deinen Eltern?
Cruz: Kann man nicht sagen, Ich wuchs auf wie ein ganz normales englisches Kind. Meine Eltern haben darauf Wert gelegt, dass wir alle uns anpassen.
Du hast mit „Rokstarr“ auch ein Modelabel gegründet. Warum?
Cruz: Weil ich Mode geil finde. Ich stand schon immer darauf, gut angezogen zu sein. Die Spezialität bei „Rokstarr“ sind Sonnenbrillen, mittlerweile aber stellen wir uns breiter auf.
Am allerliebsten würde ich cooles Technikspielzeug entwerfen und entwickeln. Ich habe als Kind immer viel gemalt, designt, ich bin ein Tüftler, Technologie zieht mich wahnsinnig an. Ich wollte und will ständig neue Sachen erfinden.
Du hast mit Kylie, Ke$ha und vielen anderen gesungen. Mit wem möchtest Du unbedingt mal zusammen arbeiten?
Cruz: Mit allen, die in den letzten fünf Jahren einen Song in den Top Five hatten. Ich will die Hits, und ich will den Erfolg, so einfach ist das.
Interview: Steffen Rüth
DJ/Act Name: Alfred Heinrichs
Real Name: Heinrichs&Hirtenfellner
Herkunft: Ost Berlin
DJ/ Live Act seit: 1996 / 2006
Style: minmimal, techno, pop
Philosophie: „Do what you think!”
Einflüsse: Von allen genre eine brise bitte !!!
Größte Inspiration: Depeche Mode
Denkbarer Job neben der Musik: Privatdetektiv
Schrägste Frage am Set: Bist du der DJ???
Beste Party: Wenn du die Spannung in der Luft von der ersten Sekunde an fühlen kannst…
Verrücktes Partyerlebnis: Eine Woche Closingparty in der bar25 und zum Schluss wusste keiner mehr ob das Bunte wirklich noch das Konfetti war….
Ziel: Ein langes aber intensives Leben
Lieblingsgetränk am Set: Rhabarber Wodka & Club Mate Brause
Traumlocation: Kater Holzig Berlin
Aktuelle Vö: album / supdub records 019 / „all inclusive“
Aktuelle Top 5: Die ersten und die letzen 5 Tracks von unserem neuen Vinylalbum „hey mate“ – Martin Books&Alfred Heinrichs was im Mai auf supdub records erscheinen wird….
Schlagworte zu diesem Beitrag:Interview, LA, Music, Taio Cruz






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